✍Die Nebenfahrbahnen sollen zum Radweg werden, Fußgänger bekommen Platz auf den Alleen >> Wie Sie den Wintereinbruch überstehen >> Event-Tipps fürs Wochenende von Gerhard Stöger >> Grundkurs Kochen: Pizza Wetterkritik: Schiach ist's und schiach bleibt's. Wenn Sie aus dem Fenster schauen, sehen Sie vielleicht schon Schneeregen. Am Nachmittag lässt er nach, aber es bleibt kalt. Heute mit Höchstwerten von 7 Grad, morgen…
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FALTER.morgen – Der Wien-Newsletter / Ein Ring für alle / 27.03.2026 / Sie starten in den Tag mit Soraya Pechtl }}

Die Nebenfahrbahnen sollen zum Radweg werden, Fußgänger bekommen Platz auf den Alleen >> Wie Sie den Wintereinbruch überstehen >> Event-Tipps fürs Wochenende von Gerhard Stöger >> Grundkurs Kochen: Pizza

Wetterkritik: Schiach ist's und schiach bleibt's. Wenn Sie aus dem Fenster schauen, sehen Sie vielleicht schon Schneeregen. Am Nachmittag lässt er nach, aber es bleibt kalt. Heute mit Höchstwerten von 7 Grad, morgen und am Sonntag immerhin 10.


Guten Morgen!

In neongelber Regenjacke trotzte ein einsamer Radfahrer am Schottenring gestern Vormittag dem Sauwetter. Auch Fußgänger waren weniger unterwegs als sonst. Denn eigentlich kommen sich die beiden Verkehrsteilnehmer auf der Ringstraße regelmäßig in die Quere. Konflikte sind programmiert. 

Seit Jahren wird deshalb über einen neuen Ringradweg diskutiert, der den Fuß- und Radverkehr voneinander entflechten soll. Konzepte gibt es viele: Vom ÖAMTC, den Grünen bis zur Radlobby haben alle ihre eigenen Vorstellungen. Gestern hat Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) ihre Pläne präsentiert: Sie will die Nebenfahrbahnen für den Radweg hernehmen. Wie das Konzept konkret aussieht und welche Reaktionen es gibt, erfahren Sie gleich. 

Außerdem haben wir noch Tipps, wie Sie den Wintereinbruch überstehen. Gerhard Stöger hat zahlreiche Indoor-Veranstaltungen fürs Wochenende parat. Und im Grundkurs Kochen machen wir Pizza.

Ein schönes Wochenende wünscht

Soraya Pechtl


Heute für Sie auf falter.at:

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Mit den Osterferien startet auch die Saison im Familypark

Morgen öffnet Österreichs größter Freizeitpark erneut seine Tore. In vier liebevoll gestalteten Themenwelten warten über 30 Attraktionen darauf, von großen und kleinen Abenteurern entdeckt zu werden.

Von 4. bis 6. April schaut außerdem der Osterhase im Park vorbei und bringt ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie mit. 

Jetzt informieren

Das Ende des Chaos

Die Stadt Wien will die Nebenfahrbahnen am Ring zu einem Radweg umgestalten. Die Fußgänger bekommen die Alleen zum Flanieren. 

Der Ring-Rund-Radweg ist nicht mehr der frischeste. Der rote Bürgermeister Helmut Zilk kündigte 1984 erstmals Pläne an, ein Jahr später wurde das erste Teilstück eröffnet. 1987 war der Radweg fertig. 

Inzwischen ist der Ring eine der meistbefahrenen Radrouten der Stadt, aber die Infrastruktur kann damit nicht mehr mithalten. Fußgänger und Radfahrerinnen teilen sich auf weiten Strecken die Fahrbahn. Nur eine Farbmarkierung trennt die Spuren, unwissende Touristen flanieren dennoch oftmals auf dem grünen Radstreifen. Auch Radfahrer und Essenskuriere auf E-Mopeds sind nicht immer so rücksichtsvoll, wie sie sein sollten. Unübersichtliche Kreuzungen machen das Chaos perfekt. 

Damit soll bald Schluss sein. Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Neos-Klubobfrau Selma Arapović und Markus Figl, ÖVP-Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, haben gestern den neuen Ring-Radweg präsentiert – gut, Konkretes gibt es vorerst nur zum ersten Abschnitt, aber für den gab es Applaus von vielen Seiten.

Die Pläne: 

In dieser Legislaturperiode, also bis 2030, soll am Ring zwischen Schottenring rund um die Ringstraße bis zur Urania ein Radweg entstehen (der Kai ist in den Plänen nicht inkludiert, das sei ein Projekt „für die nächste Legislaturperiode“, sagte Sima). Sima will, wo es möglich ist, „das Potenzial der Nebenfahrbahnen“ nutzen. Wie das aussehen könnte, sehen wir am ersten Abschnitt. 

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Übersichtskarte zeigt geplante Bauphasen für Radwege am Wiener Ring: Schottenring, Universitätsring, Opernring/Burgring/Dr.-Karl-Renner-Ring und Kärntner Ring.
Die Pläne für den Ringradweg. (© Mobilitätsagentur Wien / ZOOMVP.AT)

Im Herbst 2026 beginnen die Bauarbeiten zwischen Schottenring und Schottentor, die Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Der Radverkehr wird auf der Ringinnenseite auf die Nebenfahrbahn verlegt, dadurch entsteht ein baulich getrennter Radweg mit einer Breite von 4,50 Metern. Die Spur für die Radler bekommt einen Belag in Sandfarbe. Warum nicht rot, wie die Fahrradstraße in der Argentinierstraße? Wegen einer wissenschaftlichen Empfehlung. „Die Farbe erinnert an den historischen Schotter“, sagte Harald Stühlinger, Leiter des Bereichs Kunstgeschichte an der TU Wien. Es sei ein Ziel gewesen, den Ring als noble Straße zu erhalten. 

Die Kreuzungen werden mit sogenannten „Zwischenlinsen“ übersichtlicher. Das sind kleine Inseln, die den Radverkehr entschleunigen sollen. Man habe sich Radwege in anderen Städten angeschaut und versucht, davon zu lernen, sagte Liselott Stenfeldt vom dänischen  Planungsbüro „Gehl Architects“, das für die Neugestaltung zuständig ist.

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Visualisierung einer barrierefreien Straßenkreuzung mit breiten Gehwegen, Radwegen, Zebrastreifen, Bäumen und Fußgängern sowie Radfahrern.
So soll der neue Ring-Radwege aussehen, im Bild: der Abschnitt Schottenring bei der Hessgasse. (© Mobilitätsagentur Wien / ZOOMVP.AT)

Und die Fußgänger?

Die bekommen die Alleen zum Flanieren (also jenen Bereich, der derzeit für Rad- und Fußwege vorgesehen ist). Auf dem ersten Abschnitt sollen 50 zusätzliche Sitzmöglichkeiten, 900 Quadratmeter Grün- und Beetflächen entstehen und 12 neue Bäume gepflanzt werden. 

Die Autofahrer werden auf der Ringinnenseite einige Parkplätze verlieren. Sima kündigte aber an, das Anrainerparken im ersten Bezirk auszubauen. Zufahrten zu Hotels bleiben auch weiterhin möglich. Auf der Ring-Außenseite bleibt die Situation übrigens, wie sie ist. 

Wie viel das ganze kostet, wollte Sima gestern noch nicht verraten. „Es wird ein einstelliger Millionenbetrag“, die konkrete Zahl gibt es dann beim Spatenstich im Herbst.

Die Reaktionen:

Hanna Schwarz von der Initiative Geht-doch gratulierte Sima noch bei der Pressekonferenz zu den Plänen. Fußgänger bekämen endlich genug Platz. Im Gespräch mit dem Falter.morgen sagte sie dann noch, dass sich an den Details entscheiden werde, wie gut die Umsetzung tatsächlich wird.

Auch die Mobilitätsorganisation VCÖ „begrüßt die Neugestaltung“, denn aktuell gäbe es viele Problemstellen am Ring. 

Die Grünen waren etwas verhaltener. Es sei ein „Schritt in die richtige Richtung, allerdings nur halb”, sagte Kilian Stark, Mobilitätssprecher der Grünen Wien. Die Nebenfahrbahnen müssten auf beiden Seiten geöffnet werden. 

PS: Im Ringturm am Schottenring sind die Pläne am 8. und 9. April zwischen 16:30 und 19:30 Uhr ausgestellt.

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Stadtnachrichten

Sie kennen bestimmt den Hamerlingpark in der Josefstadt. Wussten Sie auch, dass er nach einem Antisemiten benannt ist? 

Robert Hamerling war Schriftsteller, der in seinen Texten immer wieder Begriffe wie „Judennase“ und „Judengeruch“ verwendete. Er „verstärkte mit seinen Schriften den Antisemitismus in Österreich, welcher letztendlich zum Holocaust führte“, heißt es in einer Aussendung der Stadt. Ach ja, frauenfeindlich war der Mann auch noch. Der Hamerlingpark wird deshalb umbenannt und zwar zum Lore-Segal-Park, das hat die Bezirksvertretung Josefstadt mehrheitlich beschlossen (nur die FPÖ war nicht dafür). 

„Mit dem Lore-Segal-Park ehren wir eine jüdische Schriftstellerin, auf die die Josefstadt stolz sein kann – und lösen uns gleichzeitig vom Namen eines Antisemiten und Frauenfeinds”, sagte Bezirksvorsteher Martin Fabisch (Grüne). „Dass Lore Segal als Kind selbst in diesem Park gespielt und von den Nazis vertrieben wurde, verleiht der Umbenennung zusätzliche Bedeutung.“


Das Belvedere bekommt eine neue Direktorin. Die deutsche Kunsthistorikerin Nina Zimmer übernimmt im Jänner 2027 die Position von Stella Rollig, wie Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) gestern bekannt gab. Zimmer ist seit 2016 Direktorin des Kunstmuseum Bern und des Zentrums Paul Klee. „Das Belvedere mit seinen verschiedenen Häusern verstehe ich als offene Wissenslandschaft – und als einen Ort des Vertrauens“, sagte sie. Und: „Es ist mir ein Anliegen, dass es eine gute Arbeitskultur gibt.“


49.000 Menschen haben sich für den Vienna City Marathon (VCM) am 18. und 19. April angemeldet (am Samstag gibt es kürzere Läufe, am Sonntag den Halbmarathon und Marathon). Das ist ein neuer Rekord. Im Vorjahr gab es 45.000 Anmeldungen. 


Die Staatsanwaltschaft Wien hat im Vorjahr 86.000 Verfahren geführt, das sind um acht Prozent mehr als noch 2024 und ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zu 2023. Der Grund sind laut Behördenleiter Michaela Obenaus mehr Anzeigen, mehr Eingaben und mehr Rechtshilfeersuchen. An den Personalressourcen habe sich in den vergangenen Jahren dennoch nichts geändert. 


Falter-Radio am Wochenende

ab Samstag online

Thurnhers Pessimismus: Unsternstunden der Menschheit – #1603

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Vier Personen stehen vor einer Wand mit Falter-Magazin-Covern; oben links ist das Falter Radio-Logo zu sehen.

In seinem neuen Buch „Unsternstunden der Menschheit“ beschreibt FALTER-Herausgeber Armin Thurnher drei Dutzend Wendepunkt der Weltgeschichte ab 1945, die uns in die aktuelle missliche Lage gebracht haben. Für Zuversicht lässt der Autor wenig Platz. Ob wirklich alles so trist ist, diskutieren in dieser Folge bei Raimund Löw der Autor, die Philosophin Lisz Hirn und der langjährige Außenpolitik-Journalist Georg Hoffmann-Ostenhof.


ab Sonntag online

Salman Rushdie über das Messerattentat gegen ihn – #1604

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Älterer Mann mit Brille spricht auf einer Bühne in ein Mikrofon; oben links Logo „FALTER Radio“ mit bunten Quadraten.

2022 wurde Salman Rushdie bei einer Lesung in New York von einem Angreifer mit einem Messer schwer verletzt. Rushdie hat knapp überlebt und über die Nahtod-Erfahrung das Buch „Knife. Gedanken nach einem Mordversuch“ geschrieben. 1989 hatte der iranische Ayatollah Ruhollah Chomeini wegen angeblicher Blasphemie in Rushdies Roman „Die satanischen Verse“ in einer religiösen Fatwa zu seiner Ermordung aufgerufen. Sie hören in dieser Folge Interviews der ORF-JournalistInnen Katja Grasser und Peter Fässlacher mit Rushdie beim Festival „Literatur im Nebel“ in Heidenreichstein.


Stadtgeschichten

Brrr!

Der Frühling hat sich gestern verabschiedet. Heute kann es sogar schneien. Wir haben Tipps, wie Sie den Wintereinbruch überstehen. 

Was Sie einkaufen sollten:

Sie erinnern sich bestimmt noch an den Wintereinbruch im Februar. 20 Zentimeter Neuschnee fielen auf die Stadt nieder und das führte zu einem beachtlichen Verkehrschaos. Die Außenring-Autobahn war gesperrt, Straßenbahnen und Busse kamen nicht voran. Der Flugverkehr in Schwechat wurde vorübergehend eingestellt. Die Gehsteige und Radwege waren kaum begeh- und befahrbar. So arg wird es dieses Wochenende nicht.

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Mehrere Fahrräder stehen an einem Fahrradständer im Freien und sind vollständig mit Schnee bedeckt.
Fahrräder am Ring am 20. Februar (© APA/GEORG HOCHMUTH)

Nur in höheren Lagen Wiens kann sich eine Schneedecke bilden, aber auch in der Innenstadt soll es schneien. Ein Wetter zum Daheimbleiben. Damit Sie sich richtig einmummeln können, haben wir noch ein paar Einkaufstipps für Sie: 

Wir handhaben es wie die Franzosen im Corona-Lockdown – ja, das ist ein Mythos, der nicht bestätigt ist – und kaufen Rotwein, Schokolade und Kondome. Klopapier ist auch nicht verkehrt. Und wer die Fahrradkuriere nicht bei Schneegestöber durch die Stadt jagen will, nimmt gleich ein paar Tiefkühl-Pizzen mit oder macht sie selbst. Sie brauchen Mehl, Germ, Dosentomaten, Mozzarella und alles, was Ihnen noch so schmeckt (Rezept siehe unten).

Sie wollen nicht das ganze Wochenende auf der Couch verschlafen? 

Wo Sie sich in der Stadt aufwärmen können:

Unsere Kolleginnen von „Best of Vienna“ haben vor einigen Jahren „die besten warmen Orte in Wien“ zusammengetragen. „Beim Heurigen Zahel in Mauer gibt’s Kachelofenwärme zum Spritzer, der Heizkörper im Café Jelinek ist sowieso Weltklasse. Am knisterndsten aber ist die Atmosphäre in der Burggasse 24. Im Café zum lässigen Concept Store (Vintage Mode) kann man an zwei Kaminen ins offene Feuer starren und Heißgetränke schlürfen. Aufgestapelte Holzscheite heizen den Bobohüttenzauber zusätzlich an.“

Wo sich Wien trotzdem nach Frühling anfühlt

Wenn der März den Winter spielt, flüchten wir zu frühlingshafteren Orten. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Palmenhaus? Bei Temperaturen um die 18 Grad können Sie die kurze Hose auspacken oder zumindest die Winterjacke zu Hause lassen. Wer es noch heißer will, geht zum Hot Yoga oder Hot Pilates, zum Beispiel im Yogastudio „Dein Yoga Leo” im Nordbahnviertel oder im Studio RYSE am Lugeck . Und in der Therme Wien können Sie sogar mit Bikini-Wetter rechnen. 

Für das kurze Frühlingsgefühl reicht aber vermutlich schon ein Abstecher zum Eissalon. Der Tichy in Favoriten hat einen geräumigen Innenbereich, ebenso wie Gelati Serafini im 20. Bezirk, das Bortolotti auf der Mariahilfer Straße und die Mauß in Ottakring. 

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Projekte in und für Europa

Der zweijährige, berufsbegleitend organisierte und kostenlose Masterstudiengang European Studies – Management of EU Projects spricht Personen an, die an Politik, Projektmanagement und interkultureller Teamarbeit interessiert sind. Lehre mit viel Praxisbezug in Englisch, vierzehntätig Freitag und Samstag nur eine Stunde von Wien.

Infos unter www.hochschule-burgenland.at


Frage des Tages

Das Schloss Schönbrunn verzeichnet am meisten Besucher aller Museen in Wien. Welches liegt auf dem zweiten Platz?

1. Die Albertina

2. Das Belvedere

3. Das Technische Museum

Auflösung von gestern: Unser Satellitenbild zeigte das Gebäude der Stadtgartendirektion im Wiener Stadtpark.

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Luftaufnahme zeigt ein Gebäude mit rotem Dach, umgeben von Bäumen, Parkplätzen und angrenzenden Straßen mit Autos.
© Geoland

Wochenendevents

Bild von Gerhard Stöger
AUSGEWÄHLT VON GERHARD STÖGER

Film

Seit gestern und noch bis Sonntag findet im Top Kino sowie im Schikaneder das Anilogue Film Festival statt. Die Veranstaltung kommt aus Ungarn, wo sie heuer bereits ihre 23. Ausgabe erlebt. Was der Besuch beim Nachbarland bringt? Internationale Animationsfilmkunst aus dem Independent-Bereich, von Newcomern sowie etablierten Filmemacher:innen.

Details: anilogue.eu/2026


Theater 1

Alexandra Millner (Regie) fügt in „Makóni Awóssa“ im Kabinetttheater zehn Dramolette von Antonio Fian abendfüllend zusammen. Gemein ist ihnen der Gusto am Sprachspiel. Fian nimmt Phrasen auseinander, schüttelt sie kräftig durch und arrangiert sie mit Schmäh neu. Alltagsszenen enthüllen ihre Skurrilität, Protagonisten demaskieren sich durch ihre Diktion, was André Heller gleich in zwei Miniaturen passiert. Besonders witzig: die „Alpenländischen Interviews“ als Hommage an Kabarettist Otto Grünmandl. Das Figurenspiel auf engem Raum ergänzt kongenial Fians Mini-Stücke. Der Titel, in Intermezzi von Martin Zrost besungen, reiht sich als Sickerwitz ins Programm: ein Wasser gefällig? (Verena Bauer)

Kabinetttheater, Fr 19.00


Theater 2

Der Schweizer Autor Robert Walser war ein enthusiastischer Spaziergänger, er ist 1956 sogar bei einem Spaziergang gestorben. Die Regisseurin Barbara Frey widmet seinen Texten übers Gehen den Theaterabend „Der irrende Planet“. „Ohne Spazieren wäre ich längst tot“, heißt es in der charmanten Inszenierung mit famosem Ensemble. „Und meinen Beruf hätte ich längst aufgeben müssen.“ Denn die besten Gedanken kamen dem Autor auf weitschweifigen Spaziergängen. Da kritisierte er Autofahrer, erfreute sich an seiner meisterhaften Pünktlichkeit und sinnierte über den „irrenden“ Planeten. (Sara Schausberger)

Akademietheater, So 19.00


Vortrag

In der Vortrags-Reihe „Kulturelle Astronomie“ begibt sich Doris Vickers auf eine Reise zu den Anfängen der Weltraumforschung. An insgesamt vier Terminen berichtet die Philologin und Astronomin von den zahlreichen Meilensteinen der frühen Sternkunde. Los geht es im europäischen Mittelalter, als die Wissenschaft durch die Erfindung und Verbreitung des Buchdruckes einen Wendepunkt verzeichnete. In den Folgeterminen wird die Forschung von Kopernikus, Kepler und Galilei behandelt. (Nahla Hamula)

Planetarium, Fr 19.15 (Anmeldung)


Hip-Hop

Hinter dem Namen Antifuchs verbirgt sich eine ausgeschlafene deutsche Rapperin der Neigungsgruppe „Haltung zeigen statt blöde Sprüche klopfen“ (oder vielleicht besser gesagt „Haltung zeigen beim blöde-Sprüche-Klopfen“), die dem im Genre nicht ganz unbeliebten Trend zur Maskerade folgt und bevorzugt mit einer Fuchsmaske vor dem Gesicht agiert.

Das Werk, So 20.00


Kinder

Auf rund 1500 Quadratmetern zeigt die Stadthalle bei „World of Bricks“ ab Samstag beeindruckende Lego-Modelle aus ganz Europa. Darunter das angeblich höchste nur aus den bunten Spielsteinen erbaute Riesenrad der Welt. Täglich finden zudem Lego- oder Duplo-Bauevents statt, und ein Flohmarkt lässt das Sammlerherz höher schlagen. Für Kinder und Erwachsene sicherlich gleichermaßen interessant. (Barbara Fuchs)

Wiener Stadthalle, Studio F, 28.3. bis 6.4., tgl. 9.00 bis 19.00


Buchtipp

Kiran Desai: Die Einsamkeit von Sonia und Sunny

Sonia studiert an einem College in Vermont und ist Single. Sunny arbeitet als Journalist bei einer Nachrichtenagentur in New York und hat eine amerikanische Freundin, aber davon wissen seine Eltern nichts. Eigentlich wären Sonia und Sunny ein perfektes Match: „zwei in den USA ausgebildete Menschen, einander gleich, die also auf natürliche Weise zueinander gehörten, von der Herkunft her genauso wie von den Lebenszielen“. Als Sonias Eltern Sunnys Familie eine Heirat vorschlagen, zeigt sich diese trotzdem indigniert.

Die indische Kultur scheint besessen vom Thema Heiratsvermittlung. Nicht nur in Form von Filmschmonzetten made in „Bollywood“, sondern auch in der Literatur – etwa in Vikram Seths 2000-Seiten-Wälzer „Eine gute Partie“ von 1993 (2020 respektabel verfilmt für Netflix). In seine Fußstapfen tritt Kiran Desai mit ihrem zweiten Roman „Die Einsamkeit von Sonia und Sunny“. Mit 750 Seiten kommt der vergleichsweise schlank daher, aber er zeichnet sich durch eine ebenso feine Charakterzeichnung aus und liest sich süffig. … (Kirstin Breitenfellner)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at


Grundkurs Kochen

Wir haben den Sommer gern, drum gibt es Pizzateig mit Germ

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Zutaten für Pizza auf Holz: ausgerollter Teig mit Tomatensauce, roher Teig, Mehl, Tomaten, Kräuter, Knoblauch, Pilze und Schale mit Tomatensauce.
© Shutterstock

Lust auf Pizzaf? Wer wird denn da den Pizzabringdienst rufen – wir machen unsere eigene Pizza. Wenn man sich an folgendes Rezept hält, gelingt der Germteig bestimmt. Dafür hat uns die Church of Jamie einen entscheidenden Hinweis geliefert.

Für den Teig mischen wir 800 g glattes Weizenmehl mit 200 g Hartweizengries (den wir normalerweise zum Nudelmachen verwenden) und 1 knappen EL Salz in einer großen Schüssel. Wir machen eine Mulde ins Mehl, geben 2 Beutel Trockengerm, 1 TL braunen Zucker, 650 ml lauwarmes Wasser und einen guten Schuss Olivenöl dazu, rühren mit einer Gabel immer mehr Mehl unter, bis am Ende ein gut feuchter Teig entstanden ist, den man so lange kneten muss, bis nix mehr klebt. Ist die Angelegenheit zu feucht: bisschen Mehl dazu. Eine Kugel formen und unter einem Tuch eine halbe Stunde lang gehen lassen.

Der Teig sollte sein Volumen anschließend verdoppelt haben. Noch einmal kneten, in 6 Portionen teilen, mit dem Nudelholz rund auswalken, nochmal gehen lassen und nach Belieben belegen. Mit (Fleisch-)Sugo, Gemüse, Schinken, Antipasti. Und natürlich: Käse, zum Beispiel Mozzarella. Im Rohr bei 210 °C schnell backen, noch frische Kräuter, Basilikum, Rucola oder dergleichen drauf und schnell servieren. CW


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