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Wir haben Menschen besucht, denen wegen Pandemie der Rauswurf aus der Wohnung droht >> Ende einer Institution: Der Abriss des Leiner-Gebäudes auf der Mahü >> Streaming-Tipps

Wetterkritik: Dieser April, erfuhren wir bereits vor einigen Tagen von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (die machen bekanntlich das Wetter), ist bislang der kühlste seit 1997. Das dürften auch seine letzten drei Tage nicht ändern, in denen es endlich milder wird: Südostwind, heute bis 17 Grad. Geht doch.


Guten Morgen,

wissen Sie, woran man den Grad des Lockdowns misst? An der Länge der Haare. In Woche vier der „Osterruhe" könnte man den ein oder anderen fast mit einem Eremiten verwechseln (so wurde ein Kollege gestern liebevoll in der Redaktionssitzung bezeichnet). Aber gewöhnen Sie nicht zu sehr an den Wuschel-Look, denn damit könnte es nächste Woche schon wieder vorbei sein. Handel, Museen und körpernahe Dienstleister dürfen am Montag in Wien wieder öffnen, gab Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gestern bekannt. Für den Friseurbesuch und die anderen Dienstleister brauchen Sie einen negativen Test.

Während die einen wieder aufsperren, droht Tausenden nach dem Lockdown aus ihren Wohnungen ausgesperrt und auf die Straße gesetzt zu werden. Die Arbeiterkammer schätzt, dass allein in Wien über 5.000 Menschen vor einer Zwangsräumung stehen könnten. Grund: Die Stundung von Mieten, die wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten während der Pandemie ausgesetzt wurden, läuft aus – und die Situation vieler Leute hat sich inzwischen nicht verbessert, sondern im Gegenteil verschlechtert. Anna Goldenberg und Birgit Wittstock haben mit Betroffenen über ihre Situation gesprochen. Außerdem: Matthias Dusini analysiert den Abriss des Leiner-Gebäudes in der Mariahilferstraße und Michael Omasta verrät Ihnen, welche Filme Sie diese Woche sehen sollten.

Einen wunderschönen Tag wünscht Ihnen

Soraya Pechtl

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Mieter unbekannt verzogen

Den Corona-Lockdowns folgen tausende Räumungsklagen. Droht der Stadt eine Delogierungswelle? Besuch bei einer Frau, die es sich mittlerweile nicht einmal mehr leisten kann, täglich ihre Wohnung zu heizen.

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An kalten Tagen müssen ein paar Minuten mit dem Heizstrahler reichen. Er lagert unter der Eckbank aus hellem Holz in Andrea Heidens Wohnzimmer. Ihren Teil des modernen Genossenschaftsbaus im 21. Bezirk hat sich die 50-Jährige im Landhausstil eingerichtet, mit Kamin, Kerzen und liebevoll verputzter Wand, aus der Ziegeln hervorblitzen. Als Andrea Heiden vor neun Jahren einzog, waren Heizkosten noch kein Luxus für sie. „Ich war nie reich, aber auch nicht arm“, sagt sie.

Für Köchin Andrea Heiden wurde es eng, als sie nach dem ersten Lockdown nicht mehr Vollzeit arbeiten konnte © FALTER/ Katharina Gossow

Die Frau entstammt einer Arbeiterfamilie aus Korneuburg, lernte Friseurin, bekam mit 19 ihren Sohn, arbeitete die vergangenen 15 Jahre als Köchin. Als das Gasthaus mit dem ersten Lockdown zusperrte, wurde sie gekündigt, im Mai 2020 wieder angestellt, allerdings geringfügig, weil das Lokal nur abends offen hatte. Mit 1. November hätte sie endlich wieder eine Vollzeitanstellung bekommen. Dann kam der zweite Lockdown. An den kalten Frühlingstagen benutzte sie den Heizstrahler oft.

Heiden lebt heute von knapp über 1.000 Euro, sie hat um die Hälfte weniger als vor der Krise. Sie kriegt Arbeitslosengeld und ist weiter zehn Stunden pro Woche angestellt, bereitet freitags und sonntags im Lokal Wiener Küche zum Mitnehmen zu. „Ich kann nicht zuhause sitzen“, sagt Heiden. Fast wäre ihr nicht einmal das Zuhause vergönnt gewesen.

Denn ihre 94-Quadratmeter-Wohnung samt Terrasse kostet monatlich 838 Euro Miete, Strom und Heizung nicht mitgerechnet. Mit der Pandemie stand sie zum ersten Mal vor der Frage, ob sie sich ihre Wohnung weiterhin leisten können werde. Heiden ist nicht alleine. In der Corona Krise sind plötzlich Arbeitslosigkeit und Räumungsbescheide wegen nicht bezahlter Mieten in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Zehntausende wissen nicht, wie sie ihre Mieten bezahlen sollen, fürchten um ihre Wohnungen. In Wien droht über 5.000 Haushalten eine Delogierung, schätzt die Arbeiterkammer.

Im ersten Lockdown hat die Bundesregierung eilig ein Unterstützungsprogramme gezimmert, in dem auch Mieter mitbedacht wurden. Das 2. COVID-19-Justiz-Begleitgesetz ist ein Schnellschuss: Die drei Monatsmieten von April bis Juni 2020 dürfen Mieter erst bis Dezember, dann doch bis Ende März 2021 stunden. Danach wird der nicht bezahlte Zins plus vier Prozent Zinsen fällig. Genau das bekommen seit einem Monat tausende Mieter zu spüren. Die Mietstundungen, die damals als Hilfe gedacht gewesen wären, kommen nun wie ein Bumerang zurück. Auch Kündigungen wegen der Mietschulden waren aufgeschoben, sie sollen erst ab Juli 2022 schlagend werden. Aber nur für jene Schulden, die im April, Mai und Juni 2020 entstanden sind. Doch ein Jahr nach dem Gesetzesbeschluss herrscht im Osten Österreichs schon wieder Lockdown. Die dritte Welle hat das Land getroffen, viele Wiener können oder dürfen nicht arbeiten. Die Arbeiterkammer schätzt, dass 83 Millionen Euro Mietschulden angefallen sind.

Heiden darf in ihrer Wohnung bleiben. Vorerst. Das Kündigungsschreiben liegt noch auf ihrer holzvertäfelter Kredenz. Räumungstermin: 30. März. Als die Gastronomie im Mai aufsperrte, stieg Heidens Einkommen durch Trinkgeld wieder leicht. Zudem ließ sie sich ihre Abfertigung ausbezahlen, rund 660 Euro. Bis zum zweiten Lockdown konnte sie die Miete pünktlich begleichen.

Heiden lernte, beim Einkaufen mitzurechnen, auf „Naschereien“ zu verzichten und von Freundinnen und Familie Geschenke anzunehmen, Kaffeekapseln, Zigaretten, tiefgefrorene Grammelknödel. An knappen Tagen dreht sie sich die Zigaretten selbst. Doch ab November häuften sich die Mietschulden wieder, rund 5000 Euro waren es insgesamt, inklusive Anwaltskosten.

Sie einigte sich mit ihrem Vermieter, der Sozialbau AG, und konnte die Räumung abwenden. Wenn die Gastronomie Mitte Mai wieder aufsperrt, ist ihre Vollzeitstelle gesichert, erzählt sie. „Das nächste Jahr werde ich nur arbeiten, um meine Schulden abzubezahlen.“ Ihre Mutter, ihre Freunde, ja, auch ihr Chef haben ihr ausgeholfen.

Den ganzen Artikel zur drohenden Delogierungswelle in Wien lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Falter.


Was beschäftigt eigentlich die Leute in … Favoriten?

Unsere erste Bezirksexpedition hat uns nach Hernals geführt, gestern haben wir über die wichtigsten Anliegen der dortigen Bevölkerung berichtet, Antworten der Politik auf dringliche Fragen präsentiert – und Sie gefragt, mit welchem Bezirk wir uns als nächstes befassen sollen: Herausgekommen ist Favoriten.

Wohnen Sie im 10. Bezirk und haben ein Anliegen? Ein Problem, für das Sie kein Gehör finden? Wir möchten dabei behilflich sein, es an die politisch Verantwortlichen heranzutragen. Wenn Sie uns bis Anfang kommender Woche Ihre Fragen zum 10. Bezirk schicken, sorgen wir für die Weiterleitung an die Bezirksvorstehung und berichten über die Antworten.

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stadtnachrichten

Es war ein langes Hin und Her in Hernals (wir haben gestern ausführlich darüber berichtet), aber jetzt steht fest: Der temporäre Radweg in Dornbach kommt. Eigentlich hätte bereits im April auf der Alszeile zwischen acht und 20 Uhr ein Parkstreifen für Radfahrer freigegeben werden sollen. Aber: „Die Wiener Linien legten sich quer", ärgerte sich Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer. Sie wollten nicht, dass die Radler auf den Straßenbahnschienen fahren.

Auf der Alszeile soll der temporäre Radweg entstehen © Matthias Kandler/ Dornbach radelt sicher

Seit gestern gibt es nun eine Einigung zwischen der MA46 und den Wiener Linien. Damit kann das „Pilotprojekt” starten. „Momentan gibt es keine Hindernisse mehr. Wir hoffen dass wir im Mai loslegen können”, sagt Pfeffer gegenüber FALTER.morgen.


Der Gemeinderat genehmigt heute die 460 Millionen Euro für die Stadtstraße Aspern. Kommt Ihnen bekannt vor? Bereits vor eineinhalb Wochen hat der Mobilitätsausschuss die Finanzierung beschlossen. Die Abstimmung im Gemeinderat ist ein Formalakt. Daran dürften die rund 1.500 Demonstrierenden, die am Samstag gegen den Ausbau protestierten, auch nichts mehr ändern.

Weitere Themen im heutigen Gemeinderat:


„Ehrenamtswoche“ – klingt eigentlich sperrig und fad, oder? Hinter dem Wort verbirgt sich aber eine spannende Idee für Wiener Schulklassen: Sie können sich zur Teilnahme an einem von mehr als 80 Projekten anmelden, mit denen NGOs, gemeinnützige Institutionen und Vereine Beiträge für ein soziales Miteinander leisten. Das klingt schon wieder sperrig und fad. Zur Wahl stehen aber beispielsweise Vorhaben wie eine Umfrage zu illegalem Welpenhandel gemeinsam mit dem Veterinäramt, Tablet-Nachhilfe für Seniorinnen und Senioren oder Müllsammeln mit den legendären 48ern. „Gerade nach einem herausfordernde Jahr wie diesem ist es schön, das Schuljahr mit einem gemeinschaftlichen Sozialprojekt abzuschließen. Das ist nicht nur ein positives Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch für den Zusammenhalt innerhalb der Klasse“, sagt Bildungs- und Jugendstadtrat Christoph Wiederkehr von den NEOS.

Die Projekte finden in der letzten Schulwoche (25. Juni bis 1. Juli) statt, Anmeldungen sind ab sofort bis 20. Mai unter diesem Link möglich.


„Ich wohne direkt bei der Hasnerstraße in Ottakring, die im vergangenen Sommer eine ,coole Straße' war, und ich habe dort kaum jemanden gesehen. Die Leute wollen lieber in einen Park oder auf die Donauinsel”, sagte Verkehrsstadträtin Ulli Sima vergangene Woche im Falter.

„Coole" Hasnerstraße im Sommer 2020 © Barbara Obermaier, Die Grünen Ottakring

Nicht alle Anwohner der Hasnerstraße sehen das so. Eine Petition mit über 500 Unterschriften fordert die coole Straße diesen Sommer zurück, auch weil Ottakring einer der Hitzepole der Stadt ist. Das Anliegen wurde gestern im Petitionsausschuss behandelt.


35.000 Impftermine sind seit gestern in Wien freigeschaltet. Angehörige der Hochrisiko- und Risikogruppe sowie Personen mit psychischer Erkrankung können sich hier anmelden.

stadtgeschichten

Breitenwirksam exklusiv

Mit dem Abriss des Leiner-Gebäudes in der Mariahilferstraße, das der Investor René Benko gekauft hat, verschwindet eine Institution. Abgesehen vom Lärm der Presslufthämmer verläuft die Aktion bemerkenswert ruhig.

von-matthias-dusini

Der Lärmpegel steigt. Die vom Bau neuer U-Bahn-Tunnels geplagten Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Neubau hören nun weitere Presslufthammer. Der Abriss des Leiner-Gebäudes an der unteren Mariahilferstraße hat begonnen.

Die Signa-Gruppe des Investors René Benko, der bereits in der Wiener City Einkaufsstraßen und Luxushotels besitzt, hatte das Gebäude 2017 erworben, um an seiner Stelle ein Kaufhaus zu errichten. Es gehörte damals einem südafrikanischen Konzern, der 2013 die Möbelkette Kika/Leiner von der Familie Koch gekauft hatte. Die Kochs residierten bis 2019 in einem riesigen Penthouse auf dem Möbelhaus mit Blick auf die Innenstadt. Das ging insofern in die Stadtchronik ein, als Leiner-Chef Herbert Koch seinerzeit gegen das neue MuseumsQuartier (MQ) war. Auch auf seinen Druck hin fielen die geplanten MQ-Türme aus dem Projekt. Nun schreibt ein anderer Geschichte.

Leiner Flagship-Store auf der Mariahilfer Straße © APA/ROLAND SCHLAGER

Das Leiner-Flaggschiff an der Mahü war eine Institution. Wer eine Küche oder einen Stuhl brauchte, schaute dort vorbei. Vom ursprünglichen, in der großen Zeit der Warenhäuser um 1900 eingeweihten Konsumtempel ist nicht mehr viel übrig, sodass der Abbruch verschmerzbar scheint. Lediglich die tageslichtdurchfluteten Stiegen mit ihren Jugendstilgeländern erinnern an die Zeit, als das Einkaufen allmählich zum Massenvergnügen wurde.

Der belgische Unternehmer Stefan Esders errichtete 1895 das Warenhaus „Zur großen Fabrik“, das für seine theatralisch wirkenden Verkaufsräume und elektrisch beleuchteten Auslagen bekannt war. Über den Geschäften wurden Kleider produziert, im obersten Stockwerk wohnte der Inhaber. Als die Familie Esders in den 1960er Jahren an den St. Pöltner Kaufmann Rudolf Leiner verkaufte, begann eine wenig rücksichtsvolle Modernisierung.

Der Einstieg Benkos verlief auffällig ruhig. Anders etwa als im Südtiroler Bozen oder in Berlin, wo dessen Pläne von Protesten begleitet waren, ging der Start auf der Mahü reibungslos über die Bühne. Der grüne Bezirksvorsteher begrüßt die Grünflächen, die auf den öffentlich zugänglichen Dächern entstehen sollen. Ein unterirdischer Tunnel könnte sogar das MuseumsQuartier mit der Shopping Mall verbinden. Die geschickte Öffentlichkeitsarbeit der Signa-Tochter Prime Selection achtet auf das Wording. Die Rede ist nie von einer Mall, sondern einem Warenhaus, eine Reminiszenz an die edle Warenwelt vergangener Tage.

Die Kaufleute sollen ausgewählte Produkte lokaler Designer präsentieren, riesige gastronomische Flächen verlängern den Konsum über den Ladenschluss hinaus. Aus dem Architekturwettbewerb ging das niederländische Büro O.M.A. von Superstar Rem Koolhaas als Sieger hervor, ein weiterer Trumpf, um die öffentliche Meinung gnädig zu stimmen.

Benko wagt nicht nur in Wien, sondern auch in München und Berlin, wo er ebenfalls alte Kaufhäuser mit großer Vergangenheit aufkaufte, die Umsetzung einer riskanten Idee: eine breitenwirksame Mall für Menschen mit exklusivem Geschmack.

falter-radio

Diesmal aufgrund der gleichen Thematik zwei Tipps – für heute und morgen.

Heute, Mittwoch, 28.4.2021

Legale Tierquälerei: Was fühlt ein Schwein auf einem Vollspaltenboden? Und welche Verantwortung tragen Veterinäre? Der ehemalige Amtstierarzt und Veganer Rudolf Winkelmayer im Gespräch mit Florian Klenk

Morgen, Donnerstag, 29.4.2021

Schweine und Geschäfte: Ein Einblick in Tiefen und Untiefen der Landwirtschaft. Zu hören: David Richter (Verein gegen Tierfabriken), Johann Schlederer (Schweinebörse), Bianca Blasl (Melange in Gummistiefeln) und Florian Klenk (Falter)

Die aktuelle Folge des Falter-Radio können Sie hier anhören.

wir-schicken-dich-da-raus

Wir schicken Sie diese Woche zu fünf der über 4.000 Objekte, die Wiens Status als Weltkulturerbe begründen.

Diese Woche: Wiens Weltkulturerbe

Heute: Wiener Musikverein

„Die Rolle der Stadt als musikalisches Zentrum von der Wiener Klassik bis ins 20. Jahrhundert begründen Wiens außergewöhnlichen universellen Wert für die Menschheit”, schreibt die UNESCO auf ihrer Website. Ein sowohl musikalisch als auch architektonisch beeindruckender Ort ist der Wiener Musikverein.

Derzeit können Sie das von Theophil von Hansen entworfene Haus pandemiebedingt nur von außen bestaunen. In Nicht-Lockdown-Zeiten sind auch seine Innenräume einen Besuch wert. Denn der goldene Saal des Musikvereins gilt als einer der akustisch hochwertigsten und schönsten zugleich. Grund zur Vorfreude gibt es bereits jetzt. Ab 19. Mai sollen im Musikverein wieder Orchester aufspielen und Konzerte erklingen.

© OpenStreetMap

Hinkommen: Musikvereinsplatz 1, mit der U4/U2/U1 oder mit dem 2er (hier reinzoomen)

event-des-tages-ausgewaehlt-von-lisa-kiss

Matthias Dusini, Feuilleton-Chef des Falter, gibt im Gespräch mit Johannes Kößler Einblicke in sein neues Buch: Der Reisebegleiter „Hotel Paradiso" führt zu 13 Stationen in Mitteleuropa, von Norditalien und der italienischen Schweiz über Südtirol und Ostösterreich bis nach Tschechien. Die Leserinnen und Leser lernen utopische Orte kennen – in Turin, am Lago Maggiore, im Burgenland oder in Zlín. Das Gespräch wird auf der Facebook-Seite der Buchhandlung Seeseiten übertragen.

Livestream ab 19:15 Uhr: facebook.com/seeseiten oder cms.falter.at/falter/online-buchpraesentation-hotel-paradiso/

streaming-tipps-von-michael-omasta

© Neue Visionen Filmverleih

Aquarela

Pathetisch bildgewaltige Wasser-Doku, die die Schönheit, Kraft und Gefährlichkeit der Quelle des Lebens in all ihren Formen und Farben in den Blick nimmt. Schon die Eröffnungssequenz, quasi Auto-Pannendienst unter Wasser, ist schlicht unfassbar. Kossakovsky drehte mit 96 Bildern pro Sekunde, „weil so die einzelnen Tropfen des Regens sichtbar werden". [Mubi]

Regie: Victor Kossakovsky, GB/D/DK/USA 2018


Shadow in the Cloud

Menschen, Gremlins, Sensationen: Air-Force-Pilotin Maude Garrett (Chloë Grace Moretz) soll mitten im Zweiten Weltkrieg eine geheimnisvolle Box an Bord eines B-17 Bombers von Neuseeland nach Samoa transportieren. Die männliche Crew des Bombers ist nicht sonderlich über die Passagierin erfreut und verfrachtet sie in die Geschützkabine unterhalb des Bombers. Von dort aus beobachtet Garrett eine seltsame Kreatur, die am Flieger entlang krabbelt ... Wilder Mix aus Kriegsfilm, Gremlinterror und feministischer Action. [iTunes, Google u.a.]

Regie: Roseanne Liang, NZ/USA 2020


The Dissident

Regisseur Bryan Fogel („Ikarus") versucht Licht in die Ermordung des Journalisten und Regime-Kritiker Jamal Khashoggi zu bringen, der 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul verschwand und dessen Leiche bis heute nicht gefunden wurde. Der saudische Prinz Muhammad Bin Salman stand von Anfang an im Verdacht, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Trotz erdrückender Indizien wurden Mörder und Auftraggeber bisher nie zur Rechenschaft gezogen. True-Crime-Dokuthriller. [Amazon, Google u.a.]

Regie: Bryan Fogel, USA 2020

buchtipp

Mark Honigsbaum: Das Jahrhundert der Pandemien

Dies ist kein weiteres, mit heißer Nadel gestricktes Buch zur aktuellen Pandemie. Der Medizinhistoriker Mark Honigsbaum hat Jahre in Archiven verbracht, um die Pandemien seit der Spanischen Grippe nacherlebbar zu machen: aus der Perspektive einzelner Akteure in der Begrenztheit ihres Wissens, ihren Illusionen, ihrem Heldenmut und ihrer Hilflosigkeit. Ein fulminantes Buch. … (Sebastian Kiefer)

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das-ist-meine-stadt

Iris, Masseurin und Yogalehrerin

© privat

Hier bin ich geboren: In Salzgitter-Lebenstedt (Deutschland)

Hier fühle ich mich daheim: In der Leopoldstadt, zwischen Augarten, Donaukanal und Karmelitermarkt

So gebe ich das meiste Geld aus: Für ferne Reisen, inspirierende Bücher und alles, was so richtig gut schmeckt

So sieht mein typischer täglicher Weg aus und so lege ich ihn zurück: Der einzige Weg dieser Art geht direkt nach dem Aufstehen zum Wasserkocher, für den ersten Tee des Tages; dahin gehe ich barfuß

Hier hatte ich einmal Angst: Im Prater, im Riesenrad, am höchsten Punkt. Seitdem weiß ich, dass ich lieber mit beiden Füßen fest am Boden stehe

Hier bin ich am liebsten: In meiner Wohnung in der Leopoldstadt, auf meinem Sofa mit Blick auf zwei Fenster, die von wildem Wein umrankt werden

Hier finde ich Wien am schönsten: Auf dem Dach der Gloriette im Schlosspark Schönbrunn. Der Ausblick von dort auf Wien ist einfach wunderschön

Hier finde ich Wien am hässlichsten: Im Winter überall, wo frisch gefallener Schnee taut und alles in gatschigem Grau versinkt

Hier gehe ich hin, wenn ich meine Ruhe haben will: Das verrate ich nicht, sonst wäre es dort vorbei mit der Ruhe

Hier werde ich feiern, wenn Corona vorbei ist: Die Zukunft ist schwer voraussagbar, daher lasse ich mich diesbezüglich selbst überraschen. Feiern werde ich dann aber auf jeden Fall!

Hier habe ich einmal etwas Verbotenes getan: Ich bin ohne FFP2-Maske (was für ein Wort) am Donaukanal entlang flaniert. Eigentlich wollte ich nur „richtig tief durchatmen“

So schmeckt Wien für mich: Wie cremiges Schlagobers, fruchtiger Zwetschgenröster, staubzuckriger Kaiserschmarrn; wie deftiges Wiener Schnitzel, zarter Tafelspitz und erfrischender Weisser Spritzer, ... wie eine Wiener Mélange eben

So riecht Wien für mich: Nach sprießenden Grün in der Lobau im Frühling, nach kiefernadelnknisterndem Wind im Wienerwald im Sommer, nach taufeuchten Wiesen an der Alten Donau im Herbst, nach Frische und Weite auf der Donauinsel im Winter

Mein Lieblingslied über Wien: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen „Wien, Wien, nur du allein“ und „Wiener Blut“

Ein Wiener Wort: Scherzl

Das Typische an Wien ist … der Walzer in der Silvesternacht


Läuft etwas schief in der Stadt? Gibt es etwas, das Sie ärgert? Oder freut? Und vor allem: Wie gefällt Ihnen unser täglicher Newsletter? Flüstern Sie’s dem FALTER.morgen – Retour-Mail genügt.


Produktion: Julia Allinger

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