✍Dem Falter liegt ein Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Spionage-Paragrafen vor >> Drei Jugendliche wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie ihre Opfer brutal zusammengeschlagen haben >> Event-Tipps für das lange Wochenende >> Grundkurs Kochen: Streuselkuchen mit Mohn Wetterkritik: Gute Nachrichten für das lange Wochenende. Von Freitag bis Montag scheint die Sonne (morgen macht sie zwischendurch Pau…
Teilen Sie FALTER.morgen mit dem Link den Sie hier erhalten und sammeln Sie Prämienpunkte!
Ihren aktuellen Punktestand und die Prämien finden Sie hier.
Teilen via FacebookTeilen via BlueskyTeilen via E-MailTeilen via WhatsApp
FALTER.morgen – Der Wien-Newsletter / (Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Grafik mit dem Titel „morgen – Der Wien-Newsletter“ und einem Porträtfoto einer Person, darunter der Name „Jürgen Klatzer“. / 03.04.2026 / Sie starten in den Tag mit Jürgen Klatzer }}

Dem Falter liegt ein Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Spionage-Paragrafen vor >> Drei Jugendliche wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie ihre Opfer brutal zusammengeschlagen haben >> Event-Tipps für das lange Wochenende >> Grundkurs Kochen: Streuselkuchen mit Mohn

Wetterkritik: Gute Nachrichten für das lange Wochenende. Von Freitag bis Montag scheint die Sonne (morgen macht sie zwischendurch Pause). Heute und am Samstag ist es noch windig mit maximal 15 Grad, am Sonntag und am Montag wird es dann schon fast frühsommerlich mit Temperaturen bis zu 22 Grad.


Guten Morgen!

Seit Wochen steht Ex-Verfassungsschützer Egisto Ott vor Gericht. 172 Seiten lang ist die Anklage. Die Vorwürfe wiegen schwer: Amtsmissbrauch, schwerer Betrug, Bestechlichkeit, Veruntreuung. Internationale Medien berichten aber vor allem deshalb über den Fall, weil es darin um Spionage geht. Ott soll für Russland spioniert haben – zum Nachteil Österreichs.

Die Causa Ott ist aufsehenerregend. Sie passt in die Erzählung über Wien als Hochburg für ausländische Nachrichten- und Geheimdienste. Spione kundschaften die internationalen Organisationen aus, die ihren Sitz in Wien haben, wie die UNO, die OSZE und die OPEC. Aber bis heute ist das in Österreich straffrei.

Das soll sich ändern. Mehr darüber erfahren Sie gleich.

Außerdem: Soraya Pechtl berichtet von einem Prozess gegen drei Jugendliche, die wegen schwerer Körperverletzung und versuchten Mordes angeklagt waren. Gerhard Stöger hat Pläne für Ihr langes Wochenende. Und im Grundkurs Kochen gibt's Streuselkuchen mit Mohn, den Sie prima zum Osterbrunch mitbringen können.

Ein schönes Wochenende wünscht

Jürgen Klatzer


Heute für Sie auf falter.at:

Anzeige

Anzeigenbild

Die 13-jährige Alpha lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammen. Deren Welt bricht zusammen, als Alpha eines Tages mit einem Tattoo auf dem Arm aus der Schule kommt, denn ein rätselhafter und tödlicher Virus versetzt die Menschen in Panik. ALPHA, der neue Film der aufsehenerregenden Regisseurin Julia Ducournau, ist ein nicht nur visuell faszinierender Film über bedingungslose Liebe und das Erwachsenwerden.

Das Spionage-Paradies vor dem Aus?

Österreich gilt als Eldorado für ausländische Spione. Nun liegt ein Gesetzesentwurf vor, der mit der Tradition brechen soll

Dem Falter liegt ein aktueller Gesetzesentwurf vor, mit dem die Spionage gegen internationale Organisationen unter Strafe gestellt wird. Das Papier ist mit 9. März datiert, stammt aus dem roten Justizministerium und liegt nach Falter-Informationen mittlerweile auch den Koalitionspartnern ÖVP und Neos vor. Es trägt den Titel: „Strafrechtliches Spionagegesetz 2026“.

Schon lange stehen die Anti-Spionage-Regeln in Österreich in der Kritik. Gemäß Paragraf 256 des Strafgesetzbuches ist Spionage geheimer Nachrichtendienste nur dann strafbar, wenn sie sich gegen österreichische Interessen richtet. Das wird Ex-Verfassungsschützer Egisto Ott vorgeworfen. Aber weiter geht das Gesetz nicht.

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Mann im beigen Mantel mit Aktentasche steht in einem Flur eines Gerichtsgebäudes vor geschlossenen Türen.
Der ehemalige Verfassungsschützer Egisto Ott steht aktuell wegen Spionagevorwürfen vor Gericht. (© APA/ROLAND SCHLAGER)

Die Koalition will deshalb einen zusätzlichen Paragrafen 319a einführen, um künftig auch die Interessen internationaler Organisationen vor Spionage zu schützen. Konkret heißt es: „Wer zum Nachteil eines Organs, einer Einrichtung oder sonstigen Stelle der Europäischen Union oder zum Nachteil einer anderen über- oder zwischenstaatlichen Einrichtung, die ihren Sitz in der Republik Österreich hat, für einen geheimen Nachrichtendienst spioniert, muss mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren rechnen.“

Vor allem die Europäische Union, so steht es in den Erläuterungen, soll „umfassend vor geheimer nachrichtendienstlicher Tätigkeit geschützt werden“. Dazu zählen nicht nur die bekannten Organe wie das Parlament und die Kommission, sondern auch die Agenturen der EU, etwa die in Wien ansässige Europäische Grundrechteagentur. Dasselbe gilt etwa für Einrichtungen der Vereinten Nationen.

Frühere Überlegungen, auch Interessen fremder Staaten explizit in das Strafgesetzbuch aufzunehmen, hat man aber offensichtlich wieder verworfen. Eine entsprechende Regelung würde dem Grundsatz widersprechen, „dass das nationale Strafrecht nicht zum Schutz ausschließlich fremder Staatsinteressen berufen ist“.

Auch die Spionage zum „Nachteil der Republik Österreich“ soll deutlich erweitert werden. Bisher legte man den „Nachteil“ in Paragraf 256 sehr eng aus, etwa wenn Einrichtungen des Bundesheeres oder heimische Behörden ausspioniert werden.

Der neue Entwurf definiert den „Nachteil der Republik Österreich“ umfangreicher. Er wird als „eine Handlung“ definiert, die geeignet ist, „die Gefahr einer Beeinträchtigung ihres Ansehens, ihrer Sicherheit, ihres Wohlstands oder anderer konkreter und bedeutender Interessen herbeizuführen“. Der Schaden muss also gar nicht eingetreten sein. Es reicht bloß die theoretische Möglichkeit, dass ein Nachteil für die Republik entstehen kann – wenn etwa in Österreich ein geheimer Nachrichtendienst betrieben wird, der ein EU-Mitglied ausspioniert. Das könnte sich nämlich negativ auf die politischen Beziehungen auswirken.

Laut Entwurf soll künftig auch bestraft werden, wer für einen Geheimdienst Personen rekrutiert oder sich selbst anwerben lässt. Damit will die Regierung offensichtlich das Phänomen der „Low-Level-Agenten“ adressieren. Es handelt sich dabei um Personen, die über Social-Media-Kanäle gefunden und für vergleichsweise einfache Operationen eingesetzt werden. Man nennt sie auch „Wegwerf-Agenten“, weil sich ihre Auftraggeber schnell von ihnen trennen.

Schon die ÖVP-Grünen-Regierung plante wegen der Spionageaffäre um Egisto Ott eine Verschärfung des Anti-Spionage-Rechts. Allerdings scheiterte eine Gesetzesnovelle, weil die ÖVP gleichzeitig die umstrittene Messenger-Überwachung zur Bedingung machte. Die Grünen waren dagegen.

Die Messenger-Überwachung gibt es heute bereits. ÖVP, SPÖ und Neos haben sie im vergangenen Sommer beschlossen. Könnte also bald das neue „Spionagegesetz” kommen? Bis dahin sitzt jedenfalls nur Ex-Verfassungsschützer Egisto Ott auf der Anklagebank. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Anzeige

Anzeigenbild

Ein kleines Wort mit großer Wirkung

Freude macht das Leben leichter, Beziehungen wärmer, den Kopf klarer, das Herz weiter. Und doch übergehen wir sie ständig. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil wir verlernt haben, sie zu fühlen.

In seinem Buch begibt sich Dr. med. Roman Szeliga auf eine sehr reale und ziemlich verrückte Reise: Er weist den Weg zu dem vielleicht schönsten Gefühl, das wir Menschen kennen – der Freude!

Roman Szeliga: Expedition Freude
240 Seiten | 27 Euro | ISBN 978-3-99050-302-7


Stadtnachrichten

Die Asfinag hat diese Woche mit Vorarbeiten zum Bau des ersten Abschnitts des Lückenschlusses der S1 begonnen. Mit dem Trassenbau will die Straßenbaugesellschaft 2027 beginnen. Zur Erinnerung: Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hat im Vorjahr angekündigt, die S1 und den Lobautunnel doch zu bauen, nachdem seine Vorgängerin Leonore Gewessler (Grüne) das Projekt auf Eis legte. Für den zweiten Abschnitt inklusive Tunnel fehlen noch Genehmigungen. Die Asfinag sagte im Herbst, dass sie keine Entscheidung vor dem Jahr 2030 erwartet. Den ersten Abschnitt wolle man aber jedenfalls bauen. Die Umweltorganisation Virus und die Grünen kritisierten dieses Vorgehen.

Gestern demonstrierten vor dem Verkehrsministerium 150 Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays For Future, Global 2000, Lobau Bleibt!, Greenpeace, System Change und dem Büdnis SoWi_So gegen den Bau der Autobahn.

Andernorts freute man sich über den Beginn der Arbeiten. „Endlich kommt Bewegung in dieses wirklich wichtige Projekt“, sagte Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.


Der Wiener Kriminalist Maximilian Edelbacher ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren gestorben. Edelbacher war nicht irgendein Polizist, er galt als Legende. Er leitete ab 1986 die Mordkommission und ab 1988 das Sicherheitsbüro, damals war es die zentrale Kriminaldienststelle Österreichs. In Edelbachers Amtszeit fielen die Mordserie in Lainz und jene von Jack Unterweger. 

2002 löste Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) das Sicherheitsbüro auf, Edelbacher wurde für seine letzten Dienstjahre nach Favoriten als Leiter des Kriminalkommissariates Süd versetzt. Offiziell begründete Strasser das mit der Polizeireform und damit einhergehenden Umstrukturierungen. Aber Edelbacher war auch ein lauter Kritiker der „schwaren Personalpolitik“ und des Führungsstils des Ministers.


Zwischen Jänner und Mitte März brannte mehrmals ein Mistkübel in der U3-Station Stubentor. Die Polizei hat nun einen Mann, 72 Jahre alt, ausgeforscht, der auf den Überwachungskameras zu sehen gewesen sei. Der Verdächtige bestreitet die Tat. Er wurde wegen Sachbeschädigung angezeigt.


Falter-Radio am Wochenende

online ab Samstag

Ist die Meinungsfreiheit in Gefahr, Ronen Steinke? - #1608

Hat die Trump-Regierung recht, wenn sie Europa vorwirft, dass es die Meinungsfreiheit unterdrückt? Der deutsche Journalist und Jurist Ronen Steinke findet: durchaus. In seinem neuen Buch analysiert er, wie sich die Rechtspraxis in Deutschland innerhalb der vergangenen zehn Jahren verschärft hat und warum das der falsche Weg ist. Sein Plädoyer: statt mit Paragraphen zu hantieren, sollten wir lieber härter und besser streiten. Dazu müssten etablierte Medien raus aus der Komfortzone, sagt er im Gespräch mit Barbara Tóth. Die Folgen hören Sie ab Samstag hier.


online ab Sonntag

Die Welt am „zweiten Ende des 20. Jahrhunderts“ – #1609

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Mann in dunkler Jacke steht draußen vor Treppen und modernen Gebäuden; oben rechts das Falter Radio Logo.

Die politischen Traditionen der Vergangenheit verschwinden unwiderruflich inmitten schwerer Umbrüche und Krisen. Staatliche Macht ist nicht mehr durch Versprechen für die Zukunft oder demokratische Vorgaben legitimiert, sondern allein durch die Macht selbst, analysiert der renommierte Mitarbeiter des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Ivan Krastev. Das liberale Zeitalter ist vorbei, sagt er, und auch Europa verändert sich damit nachhaltig. Die Aufzeichnung der Presidential Lecture der Central European University hören Sie ab Sonntag hier.


online ab Montag

Venezuela unter der Fuchtel von Donald Trump – #1610

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Die kolumbianische Flagge weht auf einem Gebäude mit steinerner Balustrade, oben rechts das Falter Radio Logo.

Seit der Entführung von Präsident Nicolás Maduro durch die USA gibt es Lockerungen des Regimes in Caracas, eine Ermutigung für Menschenrechtsaktivisten und Demokraten. Ein echter Systemwechsel ist aber ausgeblieben. Wie die Lage in Venezuela mehrere Monate nach der US-Intervention ist, erklären der Menschenrechtsaktivist Feliciano Reyna und die Lateinamerika-Kennerin Irene Horejs im Gespräch mit Raimund Löw. Die Podcast-Folge hören Sie ab Montag hier.


Vor Gericht

Bild von Soraya Pechtl
VON SORAYA PECHTL

Sorgenkinder

Eine Gruppe Jugendliche schlug brutal auf Obdachlose, Suchtkranke und andere Menschen ein. Drei wurden gestern nicht rechtskräftig zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. 

Eine Journalistin verließ am ersten Prozesstag Mitte März weinend den Gerichtssaal. Der Vater des Hauptangeklagten folgte ihr. Der Grund war ein Video, das den Angeklagten vorgehalten wurde. Es zeigt eine Gruppe Jugendlicher, die im August 2025 brutal auf einen 18-Jährigen einschlagen. Sie bespucken ihn und treten gegen seinen Kopf. Mehrere Beteiligte filmen die Tat. Man sieht das Opfer um Gnade winseln. Aber die Burschen lassen nicht von ihm ab. Der Hauptangeklagte B., ein 16 Jahre alter Rumäne, tritt wieder und wieder auf ihn ein. „Er hat Blut gespuckt“, sagt B. in einer Audionachricht, die er nach diesem Abend verschicken wird. Und: „Ich habe ihn fast umgebracht.“ Ein Syrer, 16 Jahre alt, würgt den jungen Mann, bis er ohnmächtig wird. Dann ziehen die Jugendlichen ab. Später wird ein Passant die Rettung rufen, die das junge Oper schwer verletzt ins Spital bringt. 

Die Jugendkriminalität bleibt das „Sorgenkind“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) Anfang dieser Woche bei der Präsentation der Anzeigenstatistik. In Österreich ist die Zahl der ausgeforschten jugendlichen Tatverdächtigen (unter 21) im Vorjahr um 2 Prozent gestiegen. In Wien war es ein Plus von elf Prozent, bei den 10- bis 14-Jährigen sind die Anzeigen um 18 Prozent gestiegen. „Die häufigsten Delikte, die von dieser Altersgruppe begangen werden, sind Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Diebstähle“, heißt es in dem Bericht. Der Fall, der gestern vor Gericht verhandelt wurde, geht weit darüber hinaus. 

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Holztür mit Türschließer, darüber die Aufschrift „203“ und seitlich „Verhandlungssaal“ an der Wand.
Im Gerichtssaal 203 saßen gestern drei Jugendliche auf der Anklagebank. (© APA/BARBARA BUCHEGGER)

Zwei Jugendliche wurden am ersten Verhandlungstag bereits zu Haftstrafen verurteilt. Für die drei Hauptangeklagten ging der Prozess gestern weiter.

Die schmächtigen Burschen sitzen auf der Anklagebank, in den Zuschauerreihen ihre Freunde. Viele sind noch Kinder. Auch der 16-jährige Syrer. Er ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Gerichtssachverständiger Christian Reiter erklärte am ersten Prozesstag allerdings, dass das Würgen zu kurz gewesen wäre, um lebensgefährlich zu sein. Gestern hat die Staatsanwaltschaft auch die Anklage gegen den Hauptangeklagten B. auf diesen Tatbestand ausgeweitet. Denn laut Reiter seien bei solch „wuchtigen“ Tritten ins Gesicht lebensgefährliche Verletzungen zu erwarten. „Nein“, er habe nicht damit gerechnet, dass sein Opfer sterben könnte, sagte B. Der dritte Angeklagte, 17 Jahre alt, muss sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten. 

Warum sie den jungen Mann überhaupt angegriffen haben? „Er hat hinter meinem Rücken mit meiner Freundin geredet. Er hat mich beleidigt“, sagte B., der bis dahin mit dem Opfer befreundet war. 

Es ist nicht die einzige Tat, die die Staatsanwaltschaft den Jugendlichen zur Last legt. 

Ein anderes Video zeigt, wie B. auf der Straße auf einen jungen Mann einschlägt. Er glaubte, das Opfer sei ein Pädophiler gewesen. (Nina Horaczek hat im aktuellen Falter mit einem ehemaligen „Pedo-Hunter“ gesprochen). „Gab es dafür Anhaltspunkte?“, fragte die Richterin. Schweigen. Laut Staatsanwaltschaft gab es diese nicht. 

Auch schlafende Obdachlose und drogensüchtige Menschen soll die Gruppe verprügelt haben. Warum? Weil sie nicht mit ihrem Lebensstil einverstanden war, so die Staatsanwältin. Einer der Jugendlichen sagte, er dachte, dass er das Richtige tue. Es blieb nicht bei den Prügel-Attacken. Die Burschen filmten die Taten und stellten sie ins Netz. 

Ihr Mandant habe schlechte Entscheidungen getroffen habe, sagte B.s Verteidigerin. Aber die Burschen würden bereuen, was sie getan haben.

Das Schöffengericht verurteilte die drei wegen schwerer Körperverletzung – nicht wegen versuchten Mordes. B. bekam drei Jahre und zehn Monate Haft, der 17-jährige drei Jahre und der 16-jährige Syrer zwei Jahre Freiheitsstrafe. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Anzeige

Anzeigenbild

Schau mal, wer da wieder hoppelt!

Nur noch kurz täglich neue Überraschungen auf der FALTER.at-Osterwiese entdecken.

Einfach auf ein Osterei klicken, anmelden und mit etwas Glück gewinnen – noch bis 05. April mitmachen!

Zu den Gewinnspielen


Frage des Tages

Welcher gilt als der älteste Fußballplatz Wiens?

1. Der Wiener Sport-Club Platz

2. Der Platz des Wiener Athletiksport Clubs

3. Der Platz der SC Wiener Viktoria

Auflösung von gestern: Unser Satellitenbild zeigte die Klinik Ottakring.

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Luftbildaufnahme eines städtischen Krankenhausgeländes mit mehreren Gebäuden, Straßen, Grünflächen und einem Hubschrauberlandeplatz.
© Geoland


Wochenendevents

Bild von Gerhard Stöger
AUSGEWÄHLT VON GERHARD STÖGER

Kabarett

Tereza Hossa zeichnet sich durch eine nicht eben alltägliche Job-Kombination aus. Sie ist Tierärztin – und Kabarettistin. In ihrem Solo-Programm „Tagada“ bedient sie sich nicht zuletzt jener Erlebnisse, die sie als Veterinärmedizinerin macht. Aber: „Auch das Karussell Tagada im Prater kommt vor, ist es doch eine Konstante in ihrem Leben.“

Kabarett Niedermair, Fr 19.30


Pop 1

Der Zufall will es, dass Kurt Cobains Todestag heuer auf den Ostersonntag fällt. Was irgendwie passt, gilt doch auch der Nirvana-Sänger irgendwie als ein Heiliger. Ein Rock-Heiliger halt. Wie seit Jahrzehnten schon richtet der DJ David Jerina auch heuer wieder ein „Kurt Cobain Tribute“ aus. Im Laufe der Jahre sind im Rahmen dieser Veranstaltung unter anderem die damals noch unbekannten Wanda sowie Voodoo Jürgens aufgetreten; heuer verneigen sich unter anderem die Indiefolk-Musikerin Almuth und die aufgeweckte One-Woman-Band Marley Wildthing vor Nirvanas Werk.

Chelsea, So 19.30


Pop 2

Die Musik wurde dem Kanadier Rufus Wainwright in die Wiege gelegt. Sein bis heute aktiver Vater Loudon Wainwright III ist ein großartiger Singer/Songwriter, seine 2010 verstorbene Mutter Kate McGarrigle war eine bekannte Folksängerin. Der mittlerweile auch schon 52 Lenze zählende Spross machte um die Jahrtausendwende erstmals als Songschreiber und Interpret auf sich aufmerksam, wobei er von Anfang an die Üppigkeit dem kargen Arrangement vorzog. Klang sein Frühwerk oft verzweifelt, so war zuletzt zu bemerken: Es geht Wainwright gut. Er ist in einer Langzeitbeziehung mit einem deutschen Kunstkurator und die beiden haben eine Tochter. Die Mutter ist Leonard Cohens Tochter Lorca, eine enge Freundin des Paars. „Hallelujah“, möchte man da ausrufen. Und in der Tat wird Rufus Wainwright den Song im Burgtheater bringen. (Sebastian Fasthuber)

Burgtheater, So 20.00


Ausstellungen (letzte Gelegenheit)

Gleich sechs empfehlenswerte Ausstellungen schließen nach dem Wochenende. Wer Ostern also in Wien verbringt: Eine kleine Kunst-Tour liegt nahe. Die Kunsthalle Wien Museumsquartier wartet mit zwei Stationen auf. Die französisch-iranische Künstlerin Chalisée Naamani arbeitet mit sogenannten Bildgewändern und verwandelt den Ausstellungsraum in ein „Haus der Kraft“; Richard Hawkins’ klassischer angelegte Schau „Potentialities“ ist durchzogen von Motiven schwulen Begehrens.

Nebenan im Mumok endet „Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein“, eine zukunftsorientierte Rückschau; „Noble Begierden“ im Gartenpalais Liechtenstein beleuchtet den Kunstmarkt historisch; das Belvedere zeigt die ausdrucksstarken Charakterköpfe des Hofbildhauers Franz Xaver Messerschmidt; und im Wien Museum Karlsplatz endet bereits am Sonntag „Wissen für alle“, die Schau zur Bildsprache Isotype.

Wien Museum: Fr–So, sonst alle: Fr–Mo


Vortrag

Das Deck 50 des Naturhistorischen Museums ist ein interaktiver Ort der Entdeckung für Besucherinnen und Besucher jeden Alters. Forscherteams und im Haus Tätige geben regelmäßig Einblicke in ihren Arbeitsalltag und aktuelle Forschungsergebnisse. Dabei ist unter anderem die „Mikro-Show“ entstanden. Kleinste Lebewesen und Organismen werden bis zu tausendfach vergrößert, auf eine LED-Wand projiziert und analysiert. Diesmal dreht sich alles um den Mikrokosmos des Wiesenlebens. (Nahla Hamula)

Naturhistorisches Museum, Mo 15.30


Comedy

Der Comedian, Autor und Regisseur Vidura Bandara Rajapaksa ist besser bekannt unter dem Namen Vidura BR. Ursprünglich stammt er aus Sri Lanka, mittlerweile lebt er in London und besticht durch seinen trockenen Humor. In seinem aktuellen Programm „The Paradise Gothic Tour“ geht es um Einwanderung, Anarchismus, Buddhismus und die Absurditäten des Spätkapitalismus. (Sara Schausberger)

Gartenbaukino, Mo 20.00


Buchtipp

Ben Lerner: Transkription

Der Albtraum des Journalisten: Das Aufnahmegerät versagt den Dienst. Bevor er seinen betagten Mentor trifft, um ihn für eine Zeitschrift zu interviewen, fällt dem Ich-Erzähler das Handy ins Wasser. Ohne zu wissen, warum er so verfährt, täuscht er den Gesprächspartner, tut so, als würde das Gerät aufnehmen. Später rekonstruiert er das Interview aus dem Gedächtnis.

Vieles in dem kurzen, doch extrem assoziationsreichen Roman bleibt vage. Das ist typisch für Ben Lerner, der als neuer Wunderwuzzi der US-Literatur gilt. Die Anspielungen in „Transkription“ reichen von Franz Kafka bis Alexander Kluge, an dem sich die Figur des Mentors orientiert. Über weite Strecken folgt das Buch der Logik von Träumen. Immer wieder gelingen Lerner Sätze von glasklarer Schönheit. Bei allem Kunstwollen liest sich das recht kurzweilig. (Sebastian Fasthuber)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at


Grundkurs Kochen

Er verdient der Küche Thron: Streuselkuchen mit feinem Mohn

(Dieser ALT-Text wurde mithilfe von KI erstellt) Auflaufform mit mehrschichtigem Kuchen, bestehend aus Mohn-, Frucht- und Streuselschicht, im Anschnitt von der Seite fotografiert.
© Archiv

Es gibt Kuchen und es gibt Streuselkuchen – und es gibt Mohnkuchen mit Mandelstreusel. Wer die Spitze des Geschmacksolymps erklimmen möchte, der füge noch eine Schicht Ribisel hinzu. Mehr gibt's dazu vorerst nicht zu sagen, den verbleibenden Platz nimmt das Rezept in Anspruch.

Ofen vor dem Backen auf 190 °C Ober-und Unterhitze einstellen (Vorheizen ist nicht nötig), den Boden einer 26er-Springform mit Backpapier auslegen und den Rand gut buttern.

Nun ein Packerl Vanille-Puddingpulver mit etwa 50 Mililiter Milch glatt rühren. Dann 400 Mililiter Milch mit 100 Mililiter Schlagobers in einem Topf aufkochen. Sobald die Milch kocht, 80 Gramm Zucker und das Puddingpulver-Milch-Gemisch dazugeben und unter ständigem Rühren eine Minute lang köcheln lassen. Pudding vom Herd nehmen und 140 Gramm gemahlenen Mohn einrühren.

Jetzt machen wir uns an den Mürbteig und die Streusel: dazu 300 Gramm Weizenmehl, 100 Gramm Zucker, 200 Gramm kalte Butter – in kleine Stücke geschnitten –, ein mittelgroßes Ei, ein halbes Packerl Backpulver und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und alles zügig mit der Küchenmaschine zu einem Teig verkneten (geht auch mit der Hand, allerdings ist größte Eile geboten, denn die Butter darf nicht warm werden).

Teig halbieren, eine Hälfte ausrollen, den Boden der Springform auslegen und andrücken. Nun die Mohn-Pudding-Füllung gleichmäßig darauf verstreichen und darüber ca. 300 Gramm frische, gerebelte Ribiseln verteilen.

Den restlichen Teig mit 125 Gramm gemahlene Mandeln verkneten und dann mit den Fingern gleichmäßig über den Ribiseln zerbröseln.

Den Kuchen etwa 30 Minuten backen. Vor dem Öffnen der Springform völlig auskühlen lassen!


Wie fanden Sie diese Ausgabe?
Nur durch Ihr Feedback können wir unseren Newsletter verbessern.

Sehr gut | Gut | Weniger gut | Schlecht

FALTER.morgen Logo
Das FALTER-Abo bekommen Sie hier am schnellsten: abo.falter.at
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Ihnen gefällt, können Sie ihn hier kostenlos abonnieren.
Unser FALTER.morgen-Archiv finden Sie auf falter.at/morgen.
Sie wollen in unserem Newsletter Werbung schalten? Alle Informationen finden Sie hier.
Teilen via FacebookTeilen via BlueskyTeilen via E-MailTeilen via WhatsApp
Sie sind bei unserem Newsletter mit folgender E-Mail-Adresse eingetragen: markus.sulzbacher@gmail.com

Profil und Newsletter-Abos verwalten

Von allen Newslettern abmelden

Medieninhaber: Falter Verlagsgesellschaft m.b.H., Marc-Aurel-Str. 9, 1011 Wien
FB: 123082d HG Wien
Impressum/Offenlegung
Datenschutz